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28. Oktober 2018:

KONZERT & FILM „KOMPONISTINNEN“ IN DER ALTEN SYNAGOGE HAGENOW

© 2018 Thomas Kühn – Hagenow
Komponistinnen in Hagenow

Heute fand in dem malerischen Ambiente der Alten Synagoge von Hagenow eine erste Veranstaltung aus der Reihe „Konzert & Film“ statt. Kyra Steckeweh spielte in der voll besetzten Synagoge Auszüge aus ihrem aktuellen Programm mit Werken von Komponistinnen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Als besonderes Highlight war darunter auch die gerade erst veröffentlichte Sonate in d-Moll der mecklenburgischen Komponistin Emilie Mayer, die Kyra Steckeweh als erste Pianistin auch auf einer CD eingespielt hat und die auch im Film „Komponistinnen“ zu hören und zu sehen ist.

© 2018 Thomas Kühn – Hagenow

Im Anschluss an das knapp einstündige Klavierkonzert wurde dann der Film gezeigt. Lang anhaltender Applaus zeigte, dass das Publikum von dieser Darbietung begeistert war. In vielen Gesprächen im Anschluss an die Veranstaltung im Foyer erhielten sowohl die Pianistin für ihre Interpretation der unterschiedlichen Werke sowie wir gemeinsam als Filmemacher ein ausgesprochen positives Feedback.

Besonders beeindrucken war für alle Anwesenden, wie in der Pause in weniger als nur 10 Minuten der extra für die Veranstaltung bereitgestellte Steinway & Sons Flügel von der Bühne verschwand und so den Blick auf die Leinwand freigab.  

Die Veranstaltung fand mit Unterstützung der Gleichstellungsstelle der Stadt Hagenow, des Fördervereins Alte Synagoge, dem Piano-Haus Kunze in Schwerin sowie privaten Sponsoren statt. 

 

 

 

14. Oktober 2018:

KINOSTART „KOMPONISTINNEN“ IN DREI WOCHEN – KINOTRAILER ONLINE

In drei Wochen ist es soweit: unser Film läuft bundesweit in mehreren Programmkinos an. Den Start macht übrigens das Kino am Ostertor in Bremen. Zu sehen ist der Film darüber hinaus in den kommenden Wochen in Karlsruhe, Stuttgart, Leipzig, Hannover, Tübingen, Hamburg, Leverkusen, Bonn, Köln und in Marburg.

An einigen dieser Termine werden die Filmemacher Kyra Steckeweh und Tim van Beveren auch persönlich anwesend sein und im Anschluss mit dem Publikum jeweils ein Filmgespräch führen. So z.B. in Leipzig in der Schauburg am 10. November um 20 Uhr. Im Anschluss stehen neben den Filmemachern auch die bekannte Hamburger Musikwissenschaftlerin Professor Dr. Beatrix Borchard sowie der Programmdirektor des Gewandhauses Tobias Niederschlag dem Publikum Rede und Antwort. Möglich wurden einige dieser Veranstaltungen durch die Unterstützung der lokalen Gleichstellungsbeauftragten sowie des Vereins Musica Femina e.V. München, der deutsch-französischen Gesellschaft Leverkusen u.a.

Ihre Stadt ist nicht dabei und Sie möchten den Film dort aber gerne sehen? Sprechen Sie doch einfach mal den/die Betreiber*innen Ihres Programmkinos an. Wir freuen uns über jede Kontaktaufnahme und natürlich jede Buchung. Sollte eine solche durch Ihr Engagement zustandekommen winkt auch eine exklusive Prämie: die Musik zum Film, gespielt von Kyra Steckeweh, auf CD.

 

 

5. Oktober 2018:

„WOMAN COMPOSERS“ AUF DEM 12. VOX FEMINAE FILMFESTIVAL IN ZAGREB

12. Vox Feminae Festival Zagreb – Foto: Nina Durdevic

Heute lief die englische Version des Films „Komponistinnen“ auf dem 12. Internationalen Vox Feminae Filmfestival in Zagreb. Nach der Vorstellung gab es intensive Gespräche mit dem Publikum.

Kyra Steckeweh im Gespräch auf dem Vox Feminae Festival Zagreb – Foto: Nina Durdevic

Den Aufenthalt in der kroatischen Hauptstadt nutzten Kyra Steckeweh und Tim van Beveren zu weiteren Recherchen im staatlichen Musikarchiv und zu einem Besuch des ehemaligen Familienschlosses der kroatischen Komponistin Dora Pejačević in Našice. Das kleine Städtchen liegt in einem malerischen Weinanbaugebiet in Slawonien, in der Nähe der Kreisstadt Osijek und zählt knapp 16.000 Einwohner. 

Kyra Steckeweh in Schloss Pejačević – © 2018 tvbmedia

Im Schloss durfte Kyra Steckeweh sogar auf dem gut erhaltenen Original Blüthner Flügel der Komponistin spielen. Hier finden regelmässig Konzerte zum Gedenken an die 1923 in München verstorbene Dora Pejačević statt. 

 

 

23. September 2018:

„KOMPONISTINNEN“ ALS BESTER DOKUMENTARFILM ÜBER FRAUEN IN DEN USA AUSGEZEICHNET

Die Jury des 3. Alive Doc International Documentary Film Festivals in Los Angeles, USA hat den Film „Komponistinnen“ (engl. Titel: „Women Composers“) heute in den frühen Morgenstunden mit seiner ersten Auszeichnung auf einem internationalen Filmfestival bedacht: Unter 22 weiteren konkurierenden Filmen wurde er in der Kategorie „Filme von Frauen oder über Frauen“ zum besten Dokumentarfilm des diesjährigen Festivals gekürt. Die Filmemacher, die Co-Produzentin Karla Viebahn sowie alle bei der Erstellung des Films Beteiligten danken der Jury und dem Festival-Publikum. 

 

 

14. September 2018:

PRÄSENTATION VON „KOMPONISTINNEN“ ZU GAST BEI DER FEMINISTISCHEN FRAUENUNI BERLIN

Regisseurin Lilo Mangelsdorf und die Filmemacher Tim van Beveren und Kyra Steckeweh, Foto: Susannne Wosnitzka

„Wer kennt Emilie Mayer, Lili Boulanger oder Barbara Heller? Komponistinnen im Film“ lautet die Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Humboldt-Universität Unter den Linden. Im Anschluss gab es ein gemeinsames Gespräch mit der Komponistin Barbara Heller und der Filmemacherin Lilo Mangelsdorff sowie Kyra Steckeweh und Tim van Beveren, das von Susanne Wosnitzka und Anne-Marie Bernhard vom Archiv Frau und Musik moderiert wurde.

Es ergab sich dann auch ein sehr angeregtes Gespräch zwischen Kyra Steckeweh und der Komponistin Barbara Heller, die den Film auf Anhieb mochte und seinerzeit sogar eine der von Kyra im Film gespielten Sonaten von Fanny Hensel erstmalig herausgegeben hatte. Heller ist auch eine der treibenden Kräfte und Mitbegründerin des Frankfurter Archivs Frau und Musik. 

 

 

8. September 2018:

WEITERE KINO-PREMIEREN „KOMPONISTINNEN“ UND NOCH ZWEI FESTIVAL TEILNAHMEN IN DEN USA

Foto: Rex Lichtspiele, Bonn

Der Film „Komponistinnen“ feiert in immer weiteren deutschen Städten Premieren. Die Filmemacher Kyra Steckeweh und Tim van Beveren werden bei einigen anwesend sein und im Anschluss an die Vorführung mit dem Publikum diskutieren.

So zum Beispiel am Samstag, den 10. November 2018 und 20 Uhr in der Schaubühne in Leipzig. Die Veranstaltung wird unterstützt von dem Referat für Gleichstellung von Mann und Frau der sächsischen Metropole und Kyra Steckeweh’s Heimatstadt. 

Gleich zwei weitere Premierenveranstaltungen finden dann am Sonntag, den 2. Dezember im Rheinland statt: um 11 Uhr gibt es eine Matinee-Premiere mit anschliessendem Publikumsgespräch im berühmten Bonner Programmkino Rex und am Nachmittag im Odeon in der Kölner Südstadt. Für Kyra Steckeweh und Tim van Beveren, die beide mit zeitlichem Abstand das gleiche Gymnasium in Bonn-Bad Godesberg besucht haben also sozusagen ein „Heimspiel“. Vor über 30 Jahren hatte im Bonner Rex schon Tim van Beverens erster Film „Jannan – die Abschiebung“ seine Welturaufführung in Anwesenheit des österreichischen Liedermachers Georg Danzer erlebt. Danzer hatte seinerzeit die Filmmusik für den polit-kritischen Erstlingsfilm des Filmemachers komponiert. Dort trifft dann van Beveren auch auf den Kinoleiter Dieter Hertel, der seit Jahrzehnten die Programmkino-Kultur in Bonn nachhaltig geprägt hat. Zum Selbstverständis seiner Programmarbeit schrieb Hertel in einem Artikel mit dem Titel „Filmkunst ist mehr als nur Unterhaltung“ im Dezember 2o17: „Unser Anliegen ist es, den Film nicht primär als Ware zu verstehen, sondern als Kunstprodukt, das mit dem Zuschauer kommunizieren soll. Vor allem dem europäischen Film wird im ‚Rex‘ die Chance gegeben, sein Publikum zu finden. Denn gegenüber der Übermacht des kommerziellen Hollywoodfilms, der seine Zuschauer auf eine kalkulierbare, passive Konsumentenhaltung reduziert, der durch sein primär ökonomisches Interesse immer mehr seine Geschichten standardisieren und Dramaturgie durch Effekte ersetzen muss, wollen wir dem individuellen Film eine Möglichkeit zur Selbstbehauptung einräumen. Denn nur die eigenständige Inszenierung, die die Wirklichkeit subjektiv erfasst, kann die Realität in ihrer Komplexität widerspiegeln. Im Idealfall sollte sich der Kunstfilm mit dem Erfahrungspotential der Zuschauer treffen. Das bedeutet auch, stets den Kontakt zum Zuschauer im Auge zu behalten. Der Kunstfilm sollte seine Andersartigkeit dem Faktischen, dem Normativen, entgegenstellen. Denn das, was an Wunschpotential in der Realität nicht aufgeht, sollte in der Kunst seine Entsprechung finden. Nur so kann es weiterhin existieren und sich als soziale Kraft entfalten. In diesem Sinne verstehen wir das ‚Rex‘ als einen sozialkulturellen Ort par excellence.“

Doch auch im Ausland erfreut sich „Komponistinnen“ steigender Beliebheit, was zumindest dort stattfindende Filmfestivals angeht. So wird der Film auf gleich zwei weiteren US-Festivals im Wettbewerb zu sehen sein: vom 20. bis zum 22. September 2018 auf dem 3. Alive Doc International Documentary Film Festival, einem unabhängigen online Festival, das direkt aus der Filmmetropole Los Angeles online gestreamt werden wird und ausserdem auf dem 17. Great Lakes International Film Festival in Pennsylvania. Zuletzt wurde hier Tim van Beveren’s Dokumentarfilm „Ungefiltert eingeatmet“ im Jahr 2015 schon als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

 

 

6. September 2018:

NEUER KINO-TRAILER „KOMPONISTINNEN“ AUCH ONLINE ZU SEHEN

Der neue offizielle Kino-Trailer zum Film ist nun auch unter dem Link https://vimeo.com/288469320     online zu sehen.

 

 

25. August 2018:

„COMPOSITRICES“ ZU GAST IN VILLECRESNES, FRANKREICH

Foto: Benjism89/wikipedia.org

Auf Einladung des Kulturamtes der Stadt Villecresnes wird der Film dort am 11. November 2018 um 15 Uhr im Rahmen einer Gedenkveranstaltung an die französische Komponistin Mel Bonis gezeigt. Im Anschluss findet ein Konzert zu ihren Ehren mit dem Titel „La musique romantique et Mel Bonis“ statt. Der Eintritt ist frei.

 

 

19. August 2018:

„KOMPONISTINNEN“ ZU GAST AUF DEM 12. VOX FEMINAE FILMFESTIVAL IN ZAGREB

Foto: Vox Feminae Festival

Die englisch untertitelte Festival-Version von Komponistinnen wird am 5. Oktober 2018 um 17 Uhr auf dem zum 12. Mal stattfindenden Frauenfilm-Festival „VOX FEMINAE“ in Zagreb, Kroatien zu sehen sein. Das Festival wurde mit dem Ziel gegründet die Erungenschaften von Frauen in der Kunst zu unterstützen und sichtbar zu machen. Das Festival vergibt mehrere Jury- und Publikumspreise.

 

 

18. August 2018:

DEUTSCHER KINOSTART AM 5. NOVEMBER 2018 UND „KOMPONISTINNEN“ IM WETTBEWERB AUF DEN 40. BIBERACHER FILMFESTSPIELEN

Foto: Biberacher Filmfestspiele

Nun ist es offiziell: wegen der Einladung zur Teilnahme im Wettbewerb auf den diesjährigen 40. Biberacher Filmfestspielen musste der bundesdeutsche Kinostart von „Komponistinnen“ auf den 5. November 2018 verschoben werden. Erste Buchungsanfragen von Programmkinos in Deutschland liegen nun vor.

Das erste Kino, das den Film ab Montag, den 5. November in seinem regulären Programm zeigen wird, ist in übrigens in Bremen. Dort wird er im Cinema am Ostertor zu sehen sein.

Zuvor wird „Komponistinnen“ auf den renommierten Biberacher Filmfestspielen zu sehen sein. Das Festival findet dieses Jahr vom 30. Oktober bis zum 4. November in der oberschwäbischen Metropole statt. Es handelt sich mit ca. 13.000 Besuchern inzwischen um eines der größten Publikmsfestivals in Deutschland. Das Festival ist auch bei Filmschaffenden besonders wegen der direkten Gespräche und Diskussionen mit dem Publikum nach den Filmvorführungen sehr beliebt. In insgesamt acht verschiedenen Kategorien werden hier bereits seit 40 Jahren die beste Filme mit dem begehrten „Biber“ und einer Geldprämie ausgezeichnet. Neben den Filmemachern Kyra Steckeweh und Tim van Beveren hat die Festivalleitung auch den Cutter Kamil Goerlich sowie die Co-Produzentin Karla Viebahn eingeladen. 

 

 

6. Juli 2018:

„KOMPONISTINNEN“ LÄUFT AUF DEM „10. WORLD MUSIC AND INDEPENDENT FILM FESTIVAL“ IN DEN USA

Wie soeben offizell bekannt gegeben wurde, läuft der Film „Komponistinnen“ im Wettbewerb auf dem 10. WORLD MUSIC AND INDEPENDENT FILM FESTIVAL Anfang 2019 in Washington D.C., USA. Wie der Festivalleiter June Daguiso darüber hinaus mitteilte, wurden die Kameramänner Nils Liebheit und Tim van Beveren für ihre Arbeit in der Kategorie „Beste Kamera“ nominiert. Die Bekanntgabe der Gewinner und Preisverleihung findet am 2. Februar 2019 statt. 

 

 

13. Juni 2018:

PREMIERE „KOMPONISTINNEN“ IN PARIS

 

Heute fand im Pariser Goethe-Institut die französische Premiere des Films „Komponistinnen“ vor einem interessierten Publikum statt.  Bereits am Vorabend hatte die Pianistin Kyra Steckeweh dort Auszüge aus ihrem Solo-Programm mit Klavierkompositionen von Fanny Hensel, Mel Bonis, Lili Boulanger und Emilie Mayer präsentiert.

Konzertplakat im Goethe-Institut Paris

Neben ihrer Interpretation besonders der französischen Komponistinnen begeisterte sie das überwiegend französische Publikum mit der bisher unveröffentlichten Sonate d-Moll von Emilie Mayer. Ein weiterer Beleg für die Annahme, dass das Klassikpublikum die nur höchst selten aufgeführten Werke von Frauen sicherlich auch sicherlich goutieren würde, wenn sie ihm bekannt wären.  

So verhielt es sich dann auch bei den Publikumsreaktionen nach der Präsentaton des Films. Viele Zuschauer*innen zeigten sich irritiert, dass diese Produktion ohne eine der namhaften Fernsehanstalten realisiert wurde und sich diese bisher gegenüber dem Thema, sowie dem spannenden und informativen Zugang eher zurückhalten gezeigt hatten. Ein hochrangiger ehemaliger französischer Kulturdezernent sagte: „Genau das möchte ich unbedingt bei ARTE sehen, da muss so etwas Fantastisches laufen.“ Ähnlich äusserte sich auch die bei der Premiere anwesende Urenkelin der Komponistin Mel Bonis, Christine Géliot. „Dies gehört doch eigentlich zu dem originären Programmauftrag der grossen Sender.“ Auf jeden Fall will sich Géliot dafür einsetzen, dass der Film auch in französischen Programmkinos gezeigt wird.

Schriftsteller und Filmemacher Peter Jungk, Kyra Steckeweh und die Urenkelin von Mel Bonis Christine Géliot im Anschluss an die Pariser Premiere

Auch der unter den Premierengästen anwesende österreichische Schriftsteller und Filmemacher Peter Jungk zeigte sich überrascht über die auch ihm bisher unbekannte Vielfalt an bedeutenden Werken von Komponistinnen, gerade des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. „Da gibt es wohl noch einigen Nachholbedarf.“, sagte er.

Morgen präsentiert die Filmemacherin und Pianistin Kyra Steckeweh auf Einladung der Stadt und des Bürgermeisters von Sarcelles Werke von Lili Boulanger und Mel Bonis im ehemaligen Landhaus der Familie Boulanger. 

 

 

 

31. Mai 2018:

WELTURAUFFÜHRUNG „KOMPONISTINNEN“ in Belin

Foto: Susanne Wosnitzka

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Donnerstag, 31. Mai 2018, feierte im Babylon-Kino Berlin ein ganz besonderer Film eine rauschende Premiere. Komponistinnen ist die brandneue Film-Dokumentation der Leipziger Pianistin Kyra Steckeweh und ihrem preisgekrönten Kameramann und Mitproduzenten Tim van Beveren. In Kooperation z. B. mit dem Archiv Frau und Musik in Frankfurt/Main entstand in mehrjähriger Arbeit eine abendfüllende Dokumentation (rund 90 Minuten), die von ihrem Umfang und Inhalt weltweit bislang einzigartig ist. Sie wurde hauptsächlich aus privaten Mitteln und über ein erfolgreiches Crowdfunding finanziert (startnext) und wäre ohne die Unterstützung von Mäzen*innen nicht zustande gekommen.

von Susanne Wosnitzka, Augsburg

Vorgestellt werden darin vier sehr verkannte aber zu ihren Lebzeiten teils damals bereits äußerst bekannte Komponistinnen, die von der Familie abgehalten wurden, zu komponieren und zu veröffentlichen (Fanny Hensel), oder die – im Gegensatz – selbstverständlich gefördert wurden, aber trotzdem von Gesellschaft und Musikwissenschaft vergessen wurden. Obwohl Lili Boulanger heute zu den meistaufgeführten Komponistinnen zählt, wurde ihr Werk erst in den 1960er Jahren wieder bekannt. Emilie Mayer zählte einst zu den meistaufgeführten Komponistinnen Berlins – ihre Werke wurden zu ihren Lebzeiten von großen Orchestern mit großem Erfolg aufgeführt. Erst durch die Recherchen von Dr. Jörg Kuhn konnte jetzt ihr verschollen geglaubtes Grab in Berlin ausfindig gemacht werden. Mél Bonis konnte nur durch die Unterstützung ihres Geliebten zur vollendeten Komponistin heranreifen und hinterließ rund 300 Werke, musste aber für ihre Publikationen ein männliches Pseudonym verwenden, weil viele Verlage Musik von Frauen nicht ernst nahmen. Im Film sind stets Werke aller vier Komponistinnen zu hören, teils in Ersteinspielung. Kyra Steckeweh hat dazu eigens die CDs En dehors mit Klavierwerken von Mélanie Bonis und Lili Boulanger eingespielt (2016) sowie die soeben erschienene CD Vita brevis ars longa mit Klavierwerken von Fanny Hensel und Emilie Mayer.

Zu wenige Dokus

Dokumentationen über Leben und Werk von Komponistinnen sind rar – es existieren ungefähr nur eine Handvoll im Gegensatz zu Dokumentationen über Komponisten, die es fast wie Sand am Meer gibt. Es gibt auch Komponistinnen wie Sand am Meer – wenn man weiß, wo und wie man nach ihnen suchen muss.

Diese Doku ist ein filmischer Meilenstein in der Gesamt-Kulturgeschichte und sollte in keinem Bildungsprogramm fehlen! Die Film-Doku hat englische und französische Untertitel. Geplant sind auch Synchronisierungen in diesen Sprachen.

O-Ton

“Eine überfällige Doku mit Musik, die packt und dazu exzellent erzählte Geschichte(n) – großes Kompliment” (Premieren-Besucher*in)